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Samstag, 20. Mai 2017, 12:47

Luzern: In 80 Tagen um die Welt

In 80 Tagen um die Welt

Ein Brass-Musical nach Jules Verne

Premiere 24.05.17
Das LT begibt sich auf Weltreise – frei nach Jules Verne: Professor Phileas Fogg baut an einer Zeitmaschine – doch die Fachwelt lacht ihn nur aus, bezeichnet ihn gar als Hinterwäldler! Ein Vorwurf, den Fogg nicht auf sich sitzen lassen kann. Wutentbrannt wettet er, mit seinem Assistenten Passepartout in achtzig Tagen um die Welt und durch die Zeit zu reisen und mit massenhaft Beweisfotos und Filmmaterial zurückzukehren. Als er feststellen muss, dass seine Maschine tatsächlich nicht funktioniert, ist guter Rat teuer. Zum Glück gibt es seinen gerissenen Assistenten, der ihn retten kann! Passepartout braucht dafür nur eine Kamera und eine gehörige Portion Aberwitz. Denn: Da haben wir den Suez-Kanal – Fogg und Passepartout posieren davor – aber Achtung, ähnelt er nicht der Reuss? Und wie kommt der Pilatus in die Rocky Mountains. Erstaunlich. Doch eigentlich auch wieder nicht, denn auch hier zeigt es sich erneut: Luzern ist einfach international!

INFORMATIONEN

Nur zehnmal bis zum 18. Juni 2017.

In deutscher und englischer Sprache

Nach der Premiere von «In 80 Tagen um die Welt»:
«Heimspiele 2017», ein Festival von Kleintheater, Südpol und der Freien Szene.

Mit dem Lucerne Brass Ensemble.

PRODUKTIONSTEAM

Inszenierung und Buch: Martin G. Berger
Bühne: Florian Barth
Kostüme: Sabine Hartzsch
Licht: Marc Hostettler
Choreinstudierung: Mark Daver
Dramaturgie: Brigitte Heusinger
Video-Design: Daniel M.G. Weiss
Arrangement: Roger Müller
Musikalische Leitung: Rolando Garza Rodríguez
BESETZUNG

Mit: Robert Maszl (Phileas Fogg), Jason Cox (Passepartout), Sarah Alexandra Hudarew (Aouda), Yves Wüthrich (Dr. Fix)

Damenchor des LT, Lucerne Brass Ensemble

Spieldaten

Mi24.05.19:30
Ψ

Premiere:
In 80 Tagen um die Welt
Ein Brass-Musical nach Jules Verne

Bühne
Karten CHF 25 - 80
Fr26.05.19:30
In 80 Tagen um die Welt
Ein Brass-Musical nach Jules Verne

Bühne
Karten CHF 25 - 80
So28.05.20:00
In 80 Tagen um die Welt
Ein Brass-Musical nach Jules Verne

Bühne
Karten CHF 25 - 80
Fr02.06.19:30
In 80 Tagen um die Welt
Ein Brass-Musical nach Jules Verne

Bühne
Karten CHF 25 - 80
Mo05.06.17:00
In 80 Tagen um die Welt
Ein Brass-Musical nach Jules Verne

Bühne
Karten CHF 25 - 80
Do08.06.19:30
In 80 Tagen um die Welt
Ein Brass-Musical nach Jules Verne

Bühne
Karten CHF 25 - 80
So11.06.13:30
In 80 Tagen um die Welt
Ein Brass-Musical nach Jules Verne

Bühne
Karten CHF 25 - 80
Mi14.06.19:30
In 80 Tagen um die Welt
Ein Brass-Musical nach Jules Verne

Bühne
Karten CHF 25 - 80
Fr16.06.19:30
In 80 Tagen um die Welt
Ein Brass-Musical nach Jules Verne

Bühne
Karten CHF 25 - 80
So18.06.13:30
Ω

Zum letzten Mal:
In 80 Tagen um die Welt
Ein Brass-Musical nach Jules Verne

Bühne
Karten CHF 25 - 80

Kontakt
kasse@luzernertheater.ch
041 228 14 14

Quelle: http://www.luzernertheater.ch/in80tagenumdiewelt

Poldi

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Samstag, 20. Mai 2017, 12:49

Regisseur Martin G. Berger: «In Luzern ist en miniature alles da»


Die Realitäten vermengen sich wie in den Videos zum Musical: Regisseur Martin G. Berger (Mitte) vor dem Löwendenkmal. | Bild: Eveline Beerkircher (17. Mai 2017)

LUZERNER THEATER ⋅ Martin G. Berger inszeniert Jules Vernes «In 80 Tagen um die Welt» als Brass-Musical. Und sagt als Berliner, wie er seinen Spieltrieb unter anderem mit Videos aus Luzern auslebt.

Urs Mattenberger
urs.mattenberger@luzernerzeitung.ch

Martin Berger, Brass-En­sembles nutzen ihre Instrumente gern für musikalischen Klamauk. Bedient auch Ihr Brass-Musical dieses Genre?

Klamauk würde ich das nicht nennen. Und die Musiker des Lucerne Brass Ensemble spielen bei uns ihre Instrumente, ohne dass der Posaunist den Elefanten machen müsste. Aber wir leben schon einen elementaren Spieltrieb aus und wollen mit viel Tempo unterhalten.

Grundlage ist Jules Vernes «In 80 Tagen um die Welt». Kann man damit mit dem heutigen Mobilitätswahn abrechnen?

Zitat

Hinweis
Premiere: Mittwoch, 24. Mai, 19.30 Uhr, Luzerner Theater, insgesamt 10 Vorstellungen bis 18. Juni. Weitere Infos: www.luzernertheater.ch



Nein, es geht uns nicht um irgendwelche Belehrungen. Spannend an dem Buch ist, dass es nicht dem Klischee vom Abenteuerroman entspricht, das man mit Jules Verne verbindet. Da gibt es keinen Helden mehr, der in ­unbekannte Welten aufbricht. Selbst die aus einer Verfilmung bekannte Ballonfahrt gibt es im Buch nicht. Stattdessen führt es Mobilität als etwas Selbstverständliches vor – zu Fuss, mit der Bahn, auf dem Dampfer. Exotisch ist nur ein kurzer Ritt auf einem Elefanten.

Und was ist daran spannend?

Es ist eine Geschichte aus einer Zeit, in der die Welt offenbar auserzählt war und die grossen Entdeckungen bereits Vergangenheit waren. Das ist aus heutiger Sicht spannend, weil das für unsere Zeit noch viel stärker gilt. Selbst wenn Sie den Mount Everest besteigen, sind Sie da oben nicht mehr der Erste, sondern vielleicht der 350 000ste. Das Reisen überhaupt wird damit etwas so Alltägliches wie eine Zugfahrt von Kassel nach Hannover.

Sie zeigen Videos, die für diese Produktion in Luzern gedreht wurden. Muss man also gar nicht mehr selber aufbrechen?

Der Wunsch danach ist natürlich ungebrochen. Die Banalisierung des Reisens ist ja Teil einer Globalisierung, die uns alle irgendwie gleich gemacht hat. Gerade deshalb sehnen sich die Menschen wieder nach Unterscheidungen, die Klarheit schaffen. Das kann der Wunsch sein, dass Männer wieder klar Männer und Frauen Frauen sind. Oder dass man hofft, in exotischen Ländern auf Hottentotten zu treffen, die uns unsere Identität bestätigen, weil sie ganz anders leben als wir. Nur um festzustellen, dass diese inzwischen auch ihr Handy haben.

Einen möglichen Ausweg bieten heute virtuelle Welten. Spielen die Luzern-Videos darauf an?

In gewissem Sinn ja, weil man auch damit Orte besuchen kann, ohne sich wegzubewegen. Nur ist das bei uns etwas Nostalgisches. Die Hauptfigur und ihr Diener, die wir von der Buchvorlage frei übernehmen, erfinden sich in ihrer Einbildung eine eigene Welt, indem sie sich mit einer Zeitmaschine an verschiedene Orte versetzen. Das sind bei uns zwar Bilder aus Luzern, aber der Vierwaldstättersee kann auch das Mittelmeer sein oder das Löwendenkmal in Rom. Und das Eis auf dem Pilatus ist auch nicht weniger ewig als dasjenige auf den Rocky Mountains. Das faszinierte mich als Berliner an Luzern: Hier ist wie in einer Nussschale alles da, die ganze Welt en miniature.

Bei so vielen Hintergedanken könnte der Klamauk fast zu kurz kommen.

Nein, keine Angst, da wird nicht plötzlich Adorno zitiert. Stattdessen gibt es viel Situationskomik, weil die Sänger und der Sprecher die Filmszenen hinter Vorhängen nachspielen und am Schluss die Ebenen durcheinanderkommen. Tanzchoreografien, die vom ­Komiker-Duo Crosby und Hope inspiriert sind, spielen augenzwinkernd darauf an, dass wir im kleinen Haus am liebsten eine Riesenshow à la Hollywood anrichten würden. Und die vom Lucerne Brass Ensemble arrangierte Musik unterstützt das mit viel Swing, Jazz und Songs etwa von Sinatra.

Mindestens die Musik also ist echt?

Nicht nur! Theater lebt ja immer davon, dass wir etwas als Wirklichkeit erleben, wenn es nur genug stark als solche behauptet wird. Und dass wahr ist, was alle glauben oder was die Mehrheit glaubt. Neu ist allerdings, dass dieses Prinzip heute immer mehr auf die Realität übergreift, wo Donald Trump und andere sich ihre eigene Realität erfinden und diese wirkungsvoll behaupten.

Also gibt der Abend gar ein politisches Statement ab?

Nein, der Abend will vor allem unterhalten. Aber vielleicht nehmen die Zuschauer die Frage mit nach Hause, wie viel Fernweh beziehungsweise wie viel Heimat der Mensch eigentlich braucht.

Quelle: http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichte…art9643,1031836