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Poldi

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Montag, 24. Januar 2005, 22:30

"In 80 Tagen um die Welt" - Wie ein Hörspiel entsteht

FIGARO-Werkstattbericht
"In 80 Tagen um die Welt" - Wie ein Hörspiel entsteht


Mindestens einmal pro Woche lesen, sehen oder hören Sie auf diesen Seiten Neues aus den Produktionsstudios in Halle und Berlin. Erleben Sie Schritt für Schritt mit, wie sich aus Manuskriptseiten und Notenblättern (hoffentlich eindrucksvolle) Hörspielszenen entwickeln.


Phileas Fogg: Der britische Gentleman und Hauptheld in Jules Vernes Klassiker "In 80 Tagen um die Welt"

Im Wettlauf mit der Zeit
Weniger als drei Monate billigte Jules Verne seinen Romanhelden zu, die gesamte Erde zu umrunden. Wenn das Team der zweiteiligen Hörspielproduktion von MDR FIGARO am Ende alle Arbeitstage aneinanderreiht, die es mit Jules Vernes Figuren verbracht hat – dann wird das Ergebnis diese 80 Tage wohl nur knapp unterschreiten.

Allein die Bearbeitung des Romans, also die Entwicklung der Dialoge und Hörspielszenen, ist nicht in zwei Wochen getan. Und noch bevor das erste Wort im Studio aufgenommen wird, haben Regisseur und Dramaturg weiter am Manuskript gearbeitet und es mit kleineren Korrekturen und Erweiterungen für die konkrete Inszenierung vorbereitet. Alsdann startet der "Kampf um die Stimmen".



Titelbild der Originalausgabe

Schauen Sie uns über die Schulter
Wie entsteht ein Hörspiel? Diese Frage möchten wir, so gut es geht, bis zum Sendestart am 21. März auf diesen Seiten beantworten.

Verfolgen Sie den Fortgang der Produktion in Text und Bild, Ton und Video. Wöchentliche Spezial-Seiten stellen Ihnen überdies Schauspieler vor, rufen Ihnen Jules Vernes Lebensweg in Erinnerung, versuchen Unklarheiten in Bezug auf die Finessen der Mehrkanaltonwiedergabe zu klären, informieren Sie über den Hörbuchmarkt...

http://www.mdr.de/mdr-figaro/hoerspiel/1784742.html

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Montag, 24. Januar 2005, 23:31

Wenn es auf den Seiten etwas Neues gibt, dann werde ich es hier posten! Tolle Idee, den Hörer an der Entstehung des Hörspieles teilnehmen zu lassen! :up:

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Mittwoch, 2. Februar 2005, 00:23

1. Vom Manuskript zur Idealbesetzung

Die Produktionsmaschinerie kommt in Bewegung
Der Hörspielapparat wird in Gang gesetzt, wenn vom Hörspielbearbeiter (Helmut Peschina) und dem zuständigen Dramaturgen (Thomas Fritz) ein Manuskript vorliegt. Das Produktionsteam zieht sich ins "stille Kämmerlein" zurück und liest. Darauf folgt die Aufstellung eines Planes, wann welche Rolle wie lange zu erscheinen hat.

Wichtig: Viel Geduld und zuverlässige Kontakte
Nun kann die Besetzungsdisponentin Petra Dietel mit akribischer Geduld und erprobten Kontakten, die Schauspieler für die über 40 Rollen bestellen. Doch gute Darsteller sind auch viel beschäftigt. Der gewünschte Mime könnte ja kommen... – ja, wenn man alle Termine um einen Tag vorziehen würde...?!

Aber für diesen Tag sind nun bereits andere Vereinbarungen mit anderen Kolleginnen und Kollegen getroffen. Also werden wieder Termine umgestellt, Aufnahmereihenfolgen verändert – und nach hunderten von Telefonaten ist es dann doch wieder mal geschafft: Die Idealbesetzung ist beisammen.


Die Stars und die Exoten aus dem Ausland
Axel Milberg als Phileas Fogg und Boris Aljinovic als Passepartout konnten sich für die beiden Hauptrollen sechs Tage frei machen. (Für Schauspieler, die nicht nur als Tatort-Kommissare laufend vor der Kamera stehen, ist das sehr viel Zeit!) Doch nicht nur die viel beschäftigten Stars gilt es nach Halle zu holen. Für die etlichen Schauplätze, die quer über den Globus führen, hat Petra Dietel chinesische, indische, französische, englische und amerikanische Muttersprachler zu besetzen.

Größte Sorgfalt bei der Stimmenauswahl
Bei einem Stück, das wesentlich von der Originalität der Schauplätze lebt (oder genauer: dem Versuch sie ideenreich zu imaginieren) ist es eben nicht zu vernachlässigen, ob eine Bahnhofsdurchsage im mittleren Westen der USA von einem Gaststudent aus Edinburgh gesprochen wird, dessen Telefonnummer sofort zur Hand ist, weil er bei einer früheren Produktion schon einmal mit dabei war.

So wie zwischen Bourbon und Whisky Welten liegen – so auch zwischen den Ausprägungen des Englischen auf den verschiedenen Kontinenten. In Amerika sollte der "Bahnhofsprecher" daher schon aufgewachsen sein – beim richtigen Bundesstaat drückt Petra Dietel dann aber schon ein Auge zu.

Aufatmen: Die Rollen sind besetzt
Bei solchen Recherchen zahlen sich ihre Kontakte zu Universitäten in Halle und Leipzig, zu Kulturvereinen – und zum chinesischen Imbiss um die Ecke aus. Eine knappe Woche bevor das erste Wort aufgezeichnet wird, kann Petra Dietel aufatmen – bis auf ein paar Kleinigkeiten sind nun auch alle "Exoten" mit Name und Anschrift erfasst und alle Termine beplant – persönlich sieht man sich dann auf dem Studioflur zum ersten Mal.

Eine Verschnaufpause gibt es trotzdem nicht: Eiligst muss nämlich jetzt ein passender Ferdinand für die Inszenierung von "Kabale und Liebe" gefunden werden, die nur ein paar Tage später beginnt...

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Mittwoch, 2. Februar 2005, 00:24

2. Vorbereitung im Studio

Bevor es richtig los geht
Die Besetzung der Schauspieler ist abgeschlossen, nun beginnt die Arbeit im Hörspielstudio. Noch bevor ein Schauspieler das Studio betritt, trifft sich das Produktionsteam zu einer Regiebesprechung. Alle Abläufe bei den Wortaufnahmen werden hier festgelegt.

Welche Räume eignen sich, um den Szenen die jeweils passende Akustik zu geben? Wie kann man den Klang im Inneren einer Kutsche nachbilden? Welche Requisiten kommen bei den Aufnahmen zum Einsatz? Welche Geräusche spielen die Schauspieler mit und welche werden nachträglich eingefügt?


Ungewohnte Produktionsweise
Die meisten Szenen spielen im Freien oder in einer Akustik, die wir nicht realistisch nachstellen können (z.B. im Bahnhof oder im Zirkus). Hierfür wird der so genannte "schalltote" Aufnahmeraum genutzt. Später lassen sich diese Szenen mit Effektgeräten in die gewünschte Räumlichkeit versetzen.

Die Aufnahme erfolgt in Stereo und in Dolby Digital 5.1. Das bedeutet, dass gleichzeitig zwei verschiedene Aufnahmen abgehört werden müssen. Selbst für alte Hörspielhasen ist das ein ungewöhnliches Verfahren, für das zwei getrennte Räume benötigt werden. Die Techniker müssen einen zweiten Raum für das Abhören der 5.1-Fassung präparieren, Kabel von der Hörspielregie dorthin legen und Lautsprecher installieren.

Zu guter letzt werden Probeaufnahmen gemacht, um den Klang einzuschätzen und festzustellen, ob die Wege, die die Schauspieler zurücklegen, sich auch über die Mikrofone gut abbilden.

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Mittwoch, 2. Februar 2005, 00:25

3. Der erzählende Butler

Die vornehme Sprache eines Engländers



Am Donnerstag, den 20. Januar 2005, Punkt 17.30 Uhr betritt Peter Fricke das Studio des Mitteldeutschen Rundfunks in Halle an der Saale. Unter dem Arm das Manuskript, in dem sein Part farblich abgesetzt ist. Gut vorbereitet und bester Laune spricht er die Rolle des James, der Butler im Reform-Club ist und die Geschichte erzählt. Er treibt die Handlung voran und schafft die Überleitung zwischen den einzelnen Szenen. Zwei Tage ist Peter Fricke dafür im Studio. Das Manuskript hat 84 Seiten, der Erzähler muss davon ein gutes Drittel lesen. "Lesen“ ist allerdings etwas untertrieben, zelebrieren wäre wohl der bessere Ausdruck:
"Phileas Fogg hatte sein Haus um elf Uhr dreißig verlassen, und nachdem er fünfhundertfünfundsiebzigmal seinen rechten Fuß vor den linken und fünfhundertsechsundsiebzigmal seinen linken Fuß vor den rechten gesetzt hatte, langte er vor dem Reform-Club an, den er unverzüglich betrat. – Einen Moment bitte, ich muss ihn begrüßen."


Ausschnitt aus dem Text des Butlers James - gesprochen von Peter Fricke

Gegen 24 Uhr ist die Hälfte des Textes auf der Festplatte und wir geben uns für heute zufrieden. Auch der zweite Tag beschert uns eine sorgenfreie Aufnahme und so tritt Peter Fricke den Heimflug an.

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Mittwoch, 2. Februar 2005, 00:27

Porträt: Axel Milberg

Er spielt Phileas Fogg


Axel Milberg



Anfänge am Theater
Axel Milberg wurde 1956 in Kiel als Sohn einer Ärztin und eines Rechtsanwalts geboren. Noch während des Studiums an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule engagierte ihn 1981 der Intendant die Münchner Kammerspiele. Dem Ensemble blieb Milberg bis 1998 treu. Er wirkte in zahlreichen Stücken von Klassik bis Moderne mit, u. a. als Tempelherr in Lessings "Nathan der Weise" und als Ruprecht in Kleists "Zerbrochenem Krug" und spielte aber auch eine ganze Reihe skurriler Rollen.

Nach 17 Jahren verabschiedete sich Axel Milberg von der Bühne und wandte sich verstärkt dem Film zu. "Nach fünf im Urwald" mit Franka Potente, "Der Campus" (mit Heiner Lauterbach) oder "Das Stahlnetz" sind nur einige seiner größeren Filmaufgaben. 1996 spielte er für die SAT.1-Reihe "German Classics" in der Neuverfilmung des Spielfilmes "Es geschah am helllichten Tag" den Kindermörder, der in der Originalverfilmung einst von Gert Fröbe verkörpert wurde.
"Ich finde Helden höchst verdächtig und meist lächerlich. Ich mag dieses Männlichkeitsgetue nicht, so blond und blauäugig Dinge zu sagen. Ich find's auch okay, wenn man nuschelt"
Axel Milberg
(Süddeutsche Zeitung, 3.11.1996)

TV-Rolle als TATORT-Komissar Klaus Borowski
Axel Milberg gilt zu Recht als einer der vielseitigsten Mimen seiner Generation. Dank seiner enormen Wandelbarkeit, die der "Meister der Miniatur" (filmdienst, 24/99) auch in kleineren und mittleren Rollen demonstriert hat, ist er einer der meistgebuchten deutschen Schauspieler im Kino und im Fernsehen.

Seit 2003 ist Axel Milberg auch wieder regelmäßig in der ARD zu sehen. In seiner Heimatstadt Kiel spielt er den lakonischen TATORT-Komissar Klaus Borowski. Vor die Mikrofone der Hörspielstudios gelangt Axel Milberg bei einem so eng gestrickten Terminplan nicht allzu häufig. 2003 hörte man ihn in einer Produktion des Westdeutschen Rundfunks als Oblomov - nach dem Welterfolg von Iwan Gontscharow. Eine Rolle, die Axel Milbergs Spielauffassung wohl durchaus entgegenkommt.

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Dienstag, 8. Februar 2005, 15:45

Porträt: Boris Aljinovic

Porträt: Boris Aljinovic
Zu hören als getreuer Diener Passepartout



Boris Aljinovic - im Hörspiel der Kammerdiener Passepartout

Talent als Comiczeichner
Wenn Boris Aljinovic gerade nichts zu tun, dafür aber Papier und einen Stift zur Hand hat, dann fängt er an zu zeichnen. Mit Vorliebe zeichnet er Comics, und das kommt nicht von ungefähr. Denn ursprünglich wollte Boris Aljinovic einmal Comiczeichner werden. Doch es kam alles anders. Aljinovic, der 1967 als Sohn eines Kroaten und einer Deutschen in Berlin geboren wurde, begann nach dem Abitur zunächst Englisch und Französisch zu studieren. Zur gleichen Zeit etwa schloss er sich der englischsprachigen Theatergruppe "Berlin Play Actors" an und sammelte so erste Erfahrungen als Schauspieler. 1991 schließlich wandte sich Boris Aljinovic gänzlich der Schauspielerei zu und tauschte das Fremdsprachenstudium gegen eine Ausbildung an der Ernst-Busch-Hochschule für Schauspielkunst ein.

Durchbruch als Hitlerdarsteller
Mitte der 90er kehrte Boris Aljinovic, der von sich behauptet, seine Heimatstadt noch nie länger als drei Monate verlassen zu haben, Berlin zunächst den Rücken. Es folgte eine Reihe kleinerer Engagements beim Kunstfest Weimar, am Theater der Stadt Cottbus und am Staatstheater Schwerin. Aljinovic spielte den Valerio in Georg Büchners "Leonce und Lena", schlüpfte in die Rolle des Maschs in George Taboris "Goldbergvariationen", bis ihm 1995 der Durchbruch gelang: Als Hitlerdarsteller in Jürgen Hofmanns Stück "Noch ist Polen nicht verloren", einer Bühnenfassung des Lubitsch-Klassikers "Sein oder Nichtsein", gab Aljinovic sein Debüt am Berliner Renaissance-Theater und avancierte zur "schauspielerische[n] Entdeckung des Abends" (Berliner Zeitung, 01.09.1995).
"Ich hab keine richtige Lebensmaxime. Ich hab verschiedene wechselnde Vorbilder. Das ist durch den Beruf gegeben. Weil ich verschiedene Figuren spielen muss, hab ich dann immer verschiedene Vorbilder, und die haben manchmal Einfluss auf meine Lebensmaximen, wo ich dann auch sage, aha, so kann man also auch denken, wenn man durchs Leben geht. Da ändert sich das dann auch."
Boris Aljinovic antwortet auf FIGAROs Fragen



Boris Aljinovic im MDR-Hörfunkstudio

Fernseh- und Theaterrollen
Dem Theater ist Boris Aljinovic bis heute treu geblieben, auch wenn der vielseitige Mime seit Ende der 90er Jahre zunehmend in Film und Fernsehen präsent ist. Ob als unsterblich verliebter Klavierlehrer in "Der Strand von Trouville" (1997; Regie: Michael Hofmann), begnadeter Tölpel in Klaus Krämers schwarzer Komödie "Drei Chinesen mit dem Kontrabass" (1999) oder bürgerlich-braver Tatort-Kommissar - der Berliner scheint Spezialist für die Darstellung der etwas stilleren Charaktere zu sein, deren Innerstes erst nach und nach zum Vorschein kommt.

Immer wieder ist Boris Aljinovic auch vor dem Hörspielmikrofon zu erleben. Für den MDR war er zuletzt 2003 zusammen mit Harry Rowohlt als Erzähler in der Neuinszenierung von Dylan Thomas' "Unter dem Milchwald" zu hören.
"Ich würde mich als neigungsorientierten Menschen bezeichnen, obwohl ich schon versuche, pflichtorientiert zu sein. Aber, das schaffe ich oft nicht. Ich weiß nicht, wie oft ich versucht habe, mir das Rauchen abzugewöhnen."
Boris Aljinovic im Interview mit Die Welt, 12.8.2000

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Donnerstag, 17. Februar 2005, 15:32

4. Szenen der Welt: Können Sie Chinesisch?

Natürlich müssen die Weltreisenden auch verschiedene Sprachen sprechen. Für Effi Rabsilber alias Miss Aouda bedeutet das, sich mit korrekter chinesischer Aussprache vertraut zu machen.




Effi Rabsilber spricht auch chinesische Texte

Sprache auf Umwegen
Bei einer Reise um die Welt bleibt es nicht aus, dass die Schauspieler sich mit Sprachen auseinandersetzen müssen, die sie nicht sprechen und allenfalls mal gehört haben. So ereilen Aouda (Effi Rabsilber) in Hongkong einige Sätze in Chinesisch. Ihr Gesprächspartner im Studio ist Yu Fang in der Rolle des Seemanns in Hongkong, dessen Muttersprache Chinesisch ist. Hierfür hat er Aoudas Zeilen in Schriftzeichen und in einer Art Umlautschrift übersetzt. Nach einigen Proben wird die Szene aufgenommen.


Für die Hörspielproduktion geht Boris Aljinovic sogar zu Boden

In den Pausen wurde gezeichnet
Boris Aljinovic in der Rolle des Passepartout vertreibt sich in Aufnahmepausen seine Zeit mit dem Zeichnen von Karikaturen und bringt sein Resümee für dieses Hörspiel zu Papier. Ursprünglich wollte er Comiczeichner werden, studierte dann aber Englisch und Französisch, was ihn für die Rolle prädestiniert, denn Passepartout ist Franzose. Trotzdem muss auch er eine Sprache sprechen, die nicht sein eigen ist, in diesem Fall Arabisch. Wobei es sich hier nur um einen Satz handelt.

Passepartout, ein Butler, der stets bemüht ist sich weiterzubilden, besucht einen Tempel in Bombay, aber er kennt die Rituale nicht und betritt das Gebäude mit Schuhen. Drei Priester werfen ihn zu Boden und entreißen ihm Schuhe und Socken.


Boris Aljinovic skizzierte seine Abenteuer bei 8 Tagen MDR

Audio
Miss Aouda spricht Chinesisch (Auf dieser Seite findet ihr auch die Titelmusik zu "In 80 Tagen um die Welt"!)

http://www.mdr.de/mdr-figaro/hoerspiel/1…nd-1784742.html

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Montag, 21. Februar 2005, 16:09

5. Szenen im Club: Was ist eigentlich Whist?

Werkstattbericht "In 80 Tagen um die Welt"
Szenen im Club: Was ist eigentlich Whist?
Erstmals können Sie einen direkten Video-Einblick in die Produktion des Hörspieles "In 80 Tagen um die Welt" erhalten. Außerdem wird geklärt, was es mit dem von Phileas Fogg so geliebten Whistspiel auf sich hat.



Hier ein kurzer Videoausschnitt aus der Szene im Reformclub.

Hier geht's zum Video

Leben zwischen Whist und Zeitungslektüre
Die Hauptrolle des Hörspiels ist natürlich Mister Phileas Fogg (Axel Milberg), der englische Gentlemen, über dessen Herkunft und Einkommen im Reformclub gemutmaßt wird. Ein Mensch, der sein Leben nach der Uhr bestreitet und sich seine Zeit mit dem Lesen von Zeitungen und dem Whist-Spiel vertreibt.

Lange bevor er die Mitglieder im Reformclub überzeugen will, dass eine Reise um die Welt in 80 Tagen möglich ist, hat er die Reiseroute mit Hilfe des "Bradshaws Continental railway steam transit and general guide" minutiös geplant.

In der Videoszene sehen Sie:
Regisseur Stefan Dutt,
Techniker Christian Grund,
Jürgen Hentsch als Ralph Gauthier,
Frank Arnold als Samuel Fallentin,
Hilmar Eichhorn als Thomas Flanagan,
Axel Milberg als Phileas Fogg,
Wolfgang Pampel als Andrew Stuart.


Wie spielt man Whist?
Das Kartenspiel ist der Vorläufer des heutigen Bridge. Vier Spielern bilden jeweils zwei eine Partei, die einander gegenüber sitzen. Mit einem 52er Blatt (Rommé ohne Joker) muss jede Partei versuchen, die meisten Stiche zu machen. Bei 13 möglichen Stichen benötigt man mindestens 8, um das Spiel zu gewinnen.

Trumpf (Atout) wird durch die letzte gegebene Karte ermittelt. Die Farben müssen bedient werden. Nur wenn die Farbe nicht mehr vorhanden ist, darf gestochen oder abgeworfen werden.

http://www.mdr.de/mdr-figaro/hoerspiel/1…nd-1784742.html

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Montag, 28. Februar 2005, 12:22

6. Stimmen aus aller Welt

Werkstattbericht "In 80 Tagen um die Welt"
Stimmen aus aller Welt
Demonstration in San Francisco und ein Indianerüberfall
Bei Massenszenen kommt fühlbar die richtige Hörspielstimmung auf. Fast ist man geneigt, sich vor der krakeelenden Menge zu verstecken. Wie aber kommt die Masse aufs Band?


Hörspielgenuss für Groß und Klein bei Jules Vernes Abenteuern

Stimmengewirr
Die Reiseroute führt Phileas Fogg und seinen Butler Passepartout von London über Suez, Bombay, Kalkutta, Hongkong, Singapur, Yokohama, San Francisco, Omaha, Chicago, New York, Queenstown, Dublin und Liverpool wieder zurück nach London.

Die Rollen in Arabisch, Indisch, Japanisch und Englisch konnten wir mit Muttersprachlern besetzen.

Schwieriger waren da die Szenen, wo Menschenansammlungen ins Spiel kamen, wie die Demonstration in San Francisco und ein Indianerüberfall bei Plum Creek. Hierfür mussten die Mitarbeiter von MDR FIGARO einspringen.

Die Massenszenen

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Mittwoch, 2. März 2005, 11:58

7. Hörspielmusik

Werkstattbericht "In 80 Tagen um die Welt"
Hörspielmusik
Erstmals können Sie die Hörspielmusik hören



Dirigent Oliver Pohl

Live is live
Leider wird die Musik für Hörspiele nur noch selten mit Musikern aufgenommen. In der Regel wird sie mit dem Computer synthetisch hergestellt. Bei dieser Produktion tritt der seltene Fall in Form des Deutschen Filmorchesters Babelsberg ein. Das bedeutet, nach Berlin in den ehemaligen Rundfunk der DDR fahren, wo der Sitz des Orchesters ist.



Der Komponist Rudolf Schmücker und die Tonmeister Thorsten Weigelt und Jean Szymczak

Wenn die Noten auf das Band kommen
Im Saal 2 ist die Aufnahme geplant. Der Komponist Rudolf Schmücker und die Tonmeister Jean Szymczak und Thorsten Weigelt sind noch bei der Planung der Abfolge. Für Menschen ohne musikalische Vorbildung sind die Absprachen zwischen Tonmeistern und Dirigenten nur schwer verständlich: "Das Decrescendo etwas stärker; Takt 36 bitte kein staccato; insgesamt etwas weicher; vor diesem Takt Schwung holen".

Für uns, die wir in der Tonregie sitzen, sind die Musiker nur durch zwei dicke Glasscheiben zu sehen und ohnehin ist der Aufnahmesaal eine Ebene tiefer. Beim Anspiel klingt es noch etwas verhalten, doch mit jedem weiteren Mal wird die Aufnahme akzentuierter und man hört die Umsetzung der Hinweise des Komponisten und der Tonmeister. Nach zwei Tagen sind alle Aufnahmen festgehalten und eine Woche später liegt das gemischte Ergebnis vor.


Das Deutsche Filmorchester Babelsberg spielte die Hörspielmusik ein

Titelmusik: "In 80 Tagen um die Welt"

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Donnerstag, 23. Juni 2005, 15:34

Und hier ist jetzt auch das Cover dieses Hörspieles zu sehen:



Vorbestellen:

ASIN: 3899404149

Poldi

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Donnerstag, 25. August 2005, 15:52

Morgen (26. August 2005) ist das offizielle Erscheinungsdatum von Doppel-CD und DVD! :bounce:

Thosch

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Donnerstag, 25. August 2005, 16:35

Das Cover wäre doch gut für das nächste Gewinnspiel geeignet. Und beim übernächsten dann das 80-Tage-Hörbuch mit Rufus Beck. :D :lach:

Es ist aber wirklich faszinierend, wie stark der Film das falsche aber mittlerweile populäre "Ballon"-Image des Buches geprägt hat. Ich nehme trozdem mal an, daß sich Helmut Peschina bei der Neuproduktion am Originaltext orientiert hat und auf eine Luftreise verzichtet, oder?

Würde mich aber direkt mal reizen, ein Kapitel zu erfinden, in dem Fogg in die Luft geht. Das sollte sich dann aber schon ohne Widersprüche in eine originalgetreue Übersetzung einreihen, müßte zudem auch sprachlich vollkommen hinein passen. Gar nicht mal so einfach. Eine Möglichkeit sähe ich da vielleicht auf der Reise Paris-Brindisi. Etwa in der Art:

Schneelawinen versperren den Weg der Eisenbahn durch die Alpen, haben dort den Tunneleingang erschüttet. Rein zufällig - natürlich (hähähähä) - ist aber ein Ballonfahrer im Zug, der in Venedig seine Künste demonstrieren will, und zu diesem Zweck sogar einen Eisenbahnwaggon voll Gas mit sich führt. Fogg, Passepartout und der Himmelsstürmer befüllen den Ballon und fliegen mit günstigen Winden über die Alpengipfel hinweg in die Poebene. Klingt recht hübsch, könnte aber knapp werden mit der Zeit. :DD

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Donnerstag, 25. August 2005, 19:18

Na, dann fang mal an, auszuformulieren, ich bin gespannt! :] :lach:

Keine Sorge: Peschina verzichtet auf einen Ballon!

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Mittwoch, 7. September 2005, 15:07

Schnitt der Wortaufnahmen

Zum Schluss müssen alle Ingredenzien eines Hörspiels zusammen gefügt werden. Jetzt wird es spannend! Passt die Musik zur Seefahrtszene? Sollte der Wind stärker blasen?


Nachdem alle Aufnahmen gesichert vorliegen, wird aus den verschiedenen Fassungen eine letztendlich gültige Szene zusammen geschnitten. Bei einem Hörspiel, das zum Schluss ca. 150 Minuten lang sein soll, ist es vor allem wichtig, nicht den Überblick zu verlieren.

Bei diesem Hörspiel beläuft sich die Anzahl der Szenen auf 82, die immer wieder vom Erzähler, in diesem Fall von James dem Butler im Reformclub, unterbrochen wird.

Es kommt vor, dass Schauspieler, die in einer Szene mitspielen, nicht gleichzeitig im Studio sein können. Das heißt, die Stimmen müssen nachträglich in die Szene eingefügt und räumlich angeglichen werden. Diese gesamte Prozedur zieht sich über mehrere Tage hin.

Hier ein Ausschnitt einer Szene nach dem Schnitt:
Audio: Schnitt der Wortaufnahmen - 1

Hinzufügen von Geräuschen
Sie hören schon, dass ein Hörspiel, das nur aus Text besteht, relativ uninteressant wirkt. Um die Wirkung der Szene zu unterstreichen, werden nun Geräusche hinzugefügt. Die Szene spielt auf einem Dampfschiff, der "Rangoon", das sowohl mit Segeln als auch mit einer Dampfmaschine ausgerüstet ist. Also werden hier eine hämmernde Dampfmaschine und ein typisches Geräusch für ein Holzschiff benötigt:
Audio: Schnitt der Wortaufnahmen - 2

Ein Sturm zieht auf
Die "Rangoon" ist in einen Sturm geraten, also ist Wind ein wesentlicher Teil, um die Szene zu bereichern:
Audio: Schnitt der Wortaufnahmen - 3

Wasser, nichts als Wasser
Was wäre ein Schiff, wenn man das Meer nicht wahrnimmt?
Audio: Schnitt der Wortaufnahmen - 4

Ohne Musik wäre das Hörspiel ...
Die Szene könnte jetzt so in das Hörspiel eingefügt werden. Hier aber wollten Regisseur Stefan Dutt und Komponist Rudolf Schmücker zur Steigerung der Dramatik noch eine Musik einfügen. Hier nun die endgültige Szene, so wie sie im Hörspiel "In 80 Tagen um die Welt" zu hören ist:
Audio: Schnitt der Wortaufnahmen - 5

Abschluss
Nach 12 Aufnahme- und 33 Produktionstagen mit 37 Schauspielern ist das Hörspiel von ca. 2,5 Stunden Länge entstanden. Doch damit nicht genug, in den nächsten Wochen werden die vorhandenen Aufnahmen der Schauspieler in einer 5.1 Fassung entstehen, die im Sommer auf einer DVD mit vielen Extras erscheinen wird.
Der Text der Audioaufnahme
James - Am 3. und 4. November peitschten Sturmböen das Meer gewaltig auf, und die "Rangoon" verlor so viel Zeit, dass Phileas Fogg das Schiff nach Yokohama wohl verpassen würde.

Passepartout - Diese rasende See... Am liebsten würde ich sie mit einer siebenschwänzigen Peitsche zur Räson bringen!

Fogg - Behalten Sie die Ruhe, Passepartout. Dieses Unwetter wird sich rechtzeitig legen.

Passepartout - Sehen Sie nur, Mister Fogg, die Segel… wie die Segel sich bauschen! Schier zum Zerreißen! Nein, ich kann hier nicht stehen und untätig zusehen!

Fogg - Sie bleiben hier!

Passepartout - Es ist Not am Mann, Sir! Ich muss in die Takelage!

Fogg - Passepartout, Sie bleiben hier! Ist es nicht genug, dass Miss Aouda sterbenskrank im Bett liegt, müssen Sie sich auch noch in Gefahr bringen! Der Sturm wird Sie vom Mast herunterreißen!

Passepartout - Das wird er nicht! Ich war in meinem bisherigen Leben auch mal Artist, Mister Fogg. Ich muss auf den Mast!

Fogg - Passepartout - !

Passepartout - Dann lassen Sie mich wenigstens nach dem Barometer sehen!

James - Endlich ließ der Sturm nach, am 4. November glättete sich das Meer.

zuletzt aktualisiert: 05. April 2005 | 18:37

http://www.mdr.de/mdr-figaro/hoerspiel/1…nd-1784742.html

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Donnerstag, 22. September 2005, 14:29

Zitat

Original von Poldi
Morgen (26. August 2005) ist das offizielle Erscheinungsdatum von Doppel-CD und DVD! :bounce:

Hat eigentlich irgend jemand schon die DVD gesehen???

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Montag, 10. Oktober 2005, 23:17

Die DVD ist jetzt raus (heute geliefert):
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  • hoerverlag_dvda_in_80_tagen_um_die_welt.jpg

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Freitag, 19. Mai 2006, 09:39

Neues Cover?!?

Bei Amazon entdeckt: Das Hörspiel gibt es ab August mit neuem Cover?!? Dieses Mal eine Szene der anderen Verfilmung mit Pierce Brosnan.

ASIN: 3899409418
»Poldi« hat folgendes Bild angehängt:
  • 80tagehv.jpg

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20

Dienstag, 6. Juni 2006, 19:38

RE: Neues Cover?!?

Zitat

Original von Poldi
Bei Amazon entdeckt: Das Hörspiel gibt es ab August mit neuem Cover?!? Dieses Mal eine Szene der anderen Verfilmung mit Pierce Brosnan.

ASIN: 3899409418

Ich habe heute vom Hörverlag Antwort erhalten:

Zitat

Sehr geehrter Herr Poldi,
Sie haben völlig recht. das Hörspiel ist das gleiche. Die Änderung betrifft nur das Cover, und auch nur die CD-Ausgabe. Die DVD bleibt gleich.
Mit freundlichen Grüßen
Korinna Peschke
der hörverlag

Eine Begründung wurde leider nicht gegeben.

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